Monday, 6. february 2012 1 06 /02 /Feb. /2012 18:36

Wer bin ich und wenn ja, wieviele?

Manchmal wird so eine Hex ja tiefsinnig. Sehr tief. Und dann frag ich mich:

Wer, verflixt noch mal, bin ich?

Es fällt mir immer wieder auf, wie sehr ich mich jeweils ändere, wenn die Menschen in meinem Leben wechseln. Die Frau, die vormittags im Büro arbeitet, ist schon anders, als die Mutter, die dann Essen kocht, Haushalt macht, Kinder hütet. Nochmal anders wird es, wenn ich auf Menschen treffe, die ich sehr gerne mag, die aber völlig unterschiedlich sind. Oder gar auf Menschen, die ich gar nicht mag.

Treffe ich einen ruhigen, besonnen Freund, werde ich ebenfalls sehr ruhig. Verabrede ich mich mit einem Menschen, der Spaß und "Gaudi" verbreitet, ziehe ich in diese Richtung mit.

Und manchmal steh ich urplötzlich zwischen zwei völlig verschiedenen Menschen, die aber beide auf ihre Art einfach wundervoll sind und ich fühle mich auf ein mal wie zerrissen. Wo ziehts mich hin? Was will ich? Was passt besser für mich?

Nach der durchschnittlichen Meinung hieße es jetzt: Wieso das denn. Bleib doch du selbst! Drehst du dein Fähnchen immer nach dem Wind? Oder ist es nicht eher so, dass es einfach eine sehr schöne menschliche Gabe ist, sich auf andere Menschen und Wesen einzustellen? Muss man denn immer ganz und gar nur man selbst sein? Und: Wer ist das schon?

Ich kenne ein paar Menschen, die immer nur sie selbst sind. Aber sie sind auch nicht einfühlsam. Sie wirken starr auf mich. Was natürlich wieder dazu führt, dass ich mich in deren Gegenwart ebenfalls starr benehme....

Es ist nicht so, dass ich nicht ganz klare und eindeutige Meinungen habe und diese auch vertrete. Aber weshalb sollte es falsch sein, bei einem ruhigen Menschen die eigene Art ruhig zu vertreten, bei einem starren Menschen dann eben starr und so weiter? Ich finde, das Eingehen auf andere Gefühlswelten erleichtert die Kommunikation und führt zu wesentlich angenehmeren und auch besseren Resultaten.

Unsere gesellschaftliche Welt ist sowieso schon viel zu starr. Nicht laut lachen – und inzwischen fällt mir das wirklich schwer – und schon gar nicht weinen, tststs, das geht ja gar nicht! Und wer schreit hat Unrecht.

Aber was passiert denn, wenn ich laut lache? Warum muss mir das peinlich sein? Und wenn es mir zum weinen ist, kann es doch nicht mein Problem sein, wenn "man das nicht macht". Was passiert, wenn man mal schreit, wenn der Druck einfach zu groß wird?

All das wäre nicht so schlimm, im Gegenteil, es wäre natürlich! Denn genau diese Dinge – und natürlich noch viele mehr – machen doch unsere Ausdruckmöglichkeiten erst vollständig. Genau so zeigt Mensch Gefühle – eigentlich.

Hmpff.... alles gesellschaftlich wegerzogen. Sauber versteckt und aufgeräumt. Immer lächeln. Durchsetzungsfreudig sein. Nicht schreien, sondern diskutieren. Und was wird aus den Gefühlen?

Unsere Gefühle sind trotzdem noch natürlich. Und was der Verstand nicht zulässt, staut sich auf. Aufgestaute Gefühle machen krank. So. Und wo unter diesem ganzen Chaos bin nun ich?

Ich hab mich gefunden. Ich bin ich. Ich weiss ganz genau, wer ich bin. Auch wenn ich mich den Gefühlswelten Anderer gerne hingebe, bleibt mein Kern ganz und gar ich. Und dann, nachts im Wald, leuchtet dieser Kern – und ich bin zuhaus.

von Tita Merula Corleone
Kommentar hinzufügen - Kommentare (0)ansehen
Monday, 19. december 2011 1 19 /12 /Dez. /2011 16:08

Da bin ich doch wieder über etwas sehr interessantes gestolpert!

 

Ratzinger und sein Kreuzzug, erschienen im Arun-Verlag

 

9783866630659-33ab0c26.jpg

 

(nein, die sind nicht rechtsradikal und wers nicht glaubt, der bringe mir den Verleger persönlich her, damit er mir sage er sei es doch - ansonsten kann ich das besser einschätzen als irgendwer, der irgendwas irgendwo gelesen hat!)

 

Was hat eine Kirche, die pädophile Priester beschützt und gleichzeitig Befreiungstheologen unterdrückt und versucht mundtot zu machen, mit Jesus zu tun? Wie kann sich eine Gemeinschaft wahrhaft christlich nennen, die der Gleichberechtigung von Männern und Frauen, von Hetero- und Homosexuellen Hohn spricht? Wie zynisch ist ein in Prunk und Pomp lebender Papst, der die Armen selig preist, aber viele Bestrebungen ihr Schicksal zu verbessern, unterminiert?
Dieses Buch ist die längst überfällige Tempelreinigung – ein reinigendes Gewitter für den von Machtstreben und  Bigotterie durchsetzten Vatikan! Matthew Fox deckt schonungslos drei Dekaden Korruption der katholischen Kirche auf, zeigt Ratzingers Beteiligung an den Vertuschungen pädophiler Skandale und seine inquisitorischen Kampagnen gegen Theologen, die nicht seinen rechtspolitischen Ansichten und seiner religiöser Rückwärtsgewandtheit entsprechen. Diese Streitschrift macht deutlich, dass ein strafender Gott ein falscher Gott ist und nur religiösen Imperialisten unter der Führung eines ängstlichen Erzkonservativen dient.
Ein Plädoyer für Vielfältigkeit statt Dogmatismus, für eine lebendige Schöpfungsspiritualität anstelle von blindem Gehorsam, das klarstellt, welche Werte wir aus dem brennenden Gebäude, das die katholische Kirche heute ist, retten sollten und welche wir getrost vergessen können.

 

Leseprobe dazu natürlich auch bei

 

www.arun-verlag.de

 

Viel Spass beim lesen wünscht

 

die Runenhex!

 

 

 

von Tita Merula Corleone
Kommentar hinzufügen - Kommentare (3)ansehen
Wednesday, 14. december 2011 3 14 /12 /Dez. /2011 18:44

Ja, wieder einmal fällt es mir auf!

 

Überall, gerade auch in esoterischen Kreisen, sind Engel das Lieblingsthema.

 

Und ich verstehe das nicht! Wir leben auf und mit Mutter Erde. SIE gibt uns alles was wir brauchen. SIE hält unseren Schritt, SIE ist unser Land. Und wir leben hier nicht allein.

 

Bitte, fangt mal an, wirklich mit IHR zu leben. Nicht schon wieder abschweifen zu himmlischen Boten, nur weil Mutter Erde und ihre Wesenheiten nicht aufregend genug sind. Gerade im naturspirituellen Glauben sollten wir doch bitte bei IHR bleiben - erstmal.

 

Kommt in Kontakt mit IHR, durch den Wald, die Wiesen, durch das kleine Volk, durch Devas, Feen, Undinen und Zwerge. Reist nicht immer in "obere" Welten. Lernt doch erstmal unsere Welt wahrzunehmen.

 

Die Natur braucht uns, Mutter Erde braucht uns! Wir müssen lernen zu sehen, zu spüren was HIER ist. Wir sind die Schöpfer dieser Zeit. Die Natur- und Elementarwesen sind gerne bereit uns zu unterstützen. Aber dazu müsst ihr zulassen, sie wahrzunehmen.

 

Reist nicht in untere, obere Welten. Bleibt auch mal hier und öffnet Eure Wahrnehmung für die Realität der Dimension der Naturgeister. Das bringt uns und Mutter Erde wirklich weiter!

 

Tipp dazu:

 

Die Bücher von Tanis Helliwell und auch die Bücher von Marco Pogacnik!

 

link

 

Bitte, helft mit!

von Tita Merula Corleone
Kommentar hinzufügen - Kommentare (0)ansehen
Thursday, 29. september 2011 4 29 /09 /Sept. /2011 15:59

Nicht jeder von uns hat immer die Möglichkeit, mit anderen im Kreis die Jahresfeste zu feiern.

Die Zaunreiter feiern morgen, zum Gartenfest bei Monika Lehner, ein Mabon-Fest zum  mitmachen,

an dem auch Menschen teilnehmen können, die soetwas noch nie gemacht haben.

 

Ich möchte Euch hier als Anregung dieses kleine Fest in Auszügen zur Verfügung stellen. Ihr

könnt das mit Eurer Familie, mit Freunden... feiern, auch mit Leuten, die keine "Hexen" o.ä. sind.

Es ist ein Fest zum Dank und zur Vorbereitung auf die dunkle Zeit.

 

Mabon-Ritual

(Erntedank)

 

 

Altar herrichten:

Äpfel, Nüsse, Efeu, Trauben, Kornähren

Kastanien in einer Schale

Block und Stifte

Rächerung

Altarausstattung

 

Nicht vergessen:

Räucherung

Schamanentrommeln

Rasseln, Flöten ...

bemalte Tüte für Belastungszettel

Kastanien in einer Schale

 

Ritual:

 

Räucherung entzünden und den Platz reinigen

 

Chant - Zur Anrufung der Elemente:

Sie bleiben wenn wir nicht mehr sind,

Erde, Feuer, Wasser, Wind

Sie bleiben bis zur Wiederkehr

Felsen, Sonne, Sturm und Meer

 

 

Mabon erklären:

  • Zweites und letztes Erntefest

  • Herbsttag- und Nachtgleiche gegenüber Ostara

  • Welt in der Waage

  • Abschied der Sonne

 

Chant zur Kontaktaufnahme mit der heiligen Mutter Erde:

Mother I feel you under my feet,

mother I hear your heart beat.

 

Geschichte:

Hier habe ich natürlich eine wunderschöne Geschichte, aber wenn Ihr Eurer Nähe zur Anderswelt vertraut, wird Euch bestimmt auch eine zauberhafte Geschichte einfallen. Wenn nicht, erzählt über Eure Aussaat, Eure Ernten.

 

Chant zur Ehrung des Gehörnter, des Sonnengottes...

Gehörnter, Geliebter, Sohn,

Tänzer in dem Korn

Tief in der Mutter stirbst und wirst geborn.

 

Aktion Zettel:

 

Nun ist es an uns, zu überlegen, was wir in diesem Jahr gesät haben, was gut geworden ist und was wir ernten können. Was wollen wir mitnehmen in die dunkle Zeit?

Was ist nicht so geworden, wie wir gehofft hatte, was belastet uns? Was wollen wir zurücklassen, bevor wir in die dunkle Zeit gehen?

 

Ich bitte Euch, nehmt Euch einen Zettel und schreibt darauf, was Ihr zurücklassen wollt, auf dass es euch nicht den Weg schwer mache, durch die dunkle Zeit.

 

Stifte/Zettel verteilen

 

Wenn Ihr alles aufgeschrieben habt, werft den zusammengefalteten Zettel bitte in diese Papiertüte (bemalte Papiertüte mit Symbolen der Feuerkraft und der Transformation - die Rune Eihwaz eignet sich hier sehr gut). Dann überlassen wir unsere Belastungen der Kraft des Feuers, der Kraft der Reinigung und Transformation.

 

.PAUSE....

 

..Tüte mit Zetteln wird dann dem Feuer übergeben...

 

Chant zum Aufbruch in die Fröhlichkeit des Feierns :

Ich bin das Lied, das in Dir singt

und der Welt das Leben bringt

erschaffe was dann Form erhält

in meinem Tanz erwacht die Welt.

 

Aktion Kastanien:

 

Erklärung:

Damit Euch die Zeit der Dunkelheit und Stille nicht zu düster erscheint, nehmt eine dieser Kastanien.

Kastanien sind die Kinder der letzten warmen Sonnenstrahlen und tragen Wärme und Freude in sich – und die Zuversicht, dass alles Dunkelheit vergeht.

Wann immer ihr betrübt seid, haltet die Kastanie in Eurer Hand und seid gewiss, dass die Sonne zurückkommen wird!

Zur Wintersonnwende – am 21.12. zu Jule – wenn wir die neue Geburt der Sonne feiern, werft sie ins Jul-Feuer, denn ihr werdet sie dann nicht mehr brauchen. Der Sonnenkönig ist geboren!

 

 

Chant:

Fest verbunden mit der Erde, offen für die Schätze des Himmels

Fest verbunden mit der Erde, offen für die Schätze des Himmels

Wie ein Baum im Gleichgewicht, spür ich meine Mitte

Wie ein Baum im Gleichgewicht, spür ich meine Mitte

 

Dank

 

...Kreis lösen

...Opfergaben fürs kleine Volk verteilen

 

FEIERN!

 


 

Natürlich ist dies kein vollständiges Wicca-Ritual, es ist so gehalten, dass wirklich auch alle Menschen

sich ohne weiteres darauf einlassen können. Gerade für die spirituellen Leute unter Euch ist es vielleicht schön, so ein Fest zu feiern und ohne große Erklärungen, Ehemänner, Ehefrauen, Geliebte, Kinder, Onkel, Tanten, Omas und Opas... einfach mit dazu zu bitten.

 

Ich wünsch Euch viel Freude dabei!

von Tita Merula Corleone
Kommentar hinzufügen - Kommentare (1)ansehen
Wednesday, 28. september 2011 3 28 /09 /Sept. /2011 21:54

 

Die Sonne beginnt abzunehmen. Im übertragenen Sinn sehen wir Hexen
ja den männlichen Aspekt unseres Glaubens im Lauf der Sonne durch das Jahr. Aus dem mächtigen König „Sonne“ wurde ein alternder Mann, der bereit ist zu sterben nachdem er uns mit Nahrung versorgt und sich selbst „geerntet“ hat. Wir verabschieden ihn (die Sonne) zwar mit Trauer, wir wissen jedoch, dass dies sein muss. Er muss in die Unterwelt, durch die dunkle Zeit reisen, damit er an Yul (Wintersonnwende) von der Göttin wieder geboren werden kann. So schließt sich langsam schon jetzt der Kreis des natürlichen Jahres.



Dem Mythos nach fährt er auf einem Segelboot in den Sonnenuntergang über das dunkle Meer in eine dunkle Zeit, durchwandert diese und kommt an Yul als Sohn der Göttin wieder auf die Welt.



Bedeutung für uns:

Gegenüber dem Ostarafest, dem Beginn der Wachstumszeit steht nun das Mabonfest, die Ernte ist eingebracht, es war viel Arbeit, aber es hat sich gelohnt. Dein Haus, dein Herz, deine Seele ist gefüllt mit dem, was du für den langen Winter brauchst. Nimm nicht alles aus der Natur, laß einige Früchte auf dem Feld zurück für die Erde, die Tiere. Es ist die Zeit der Opfer (heiligen).

Nun wähle gut, was du brauchst für die lange Zeit der Dunkelheit. Was hat sich bewährt im vergangenen Jahr. Was ist Neues hinzugekommen, was ist es wert mitgenommen zu werden, was solltest du besser zurück-lassen, ist nur unnötiger Ballast auf deiner Überfahrt und bringt dein Boot zum kentern, gefährdet deine Reise, aber was zu wenig ist, läßt dich hungern und frieren. Also, wähle gut!

Ehrt euch gegenseitig für die Arbeit, die ihr in den vergangen Monaten geleistet habt, um die Ernte einzubringen, Danke nochmals allen, die dir zur Seite gestanden haben, die dich unterstützt, genährt und geliebt haben.

Und dann besteige dein Boot, über den großen Fluß, hinab in die dunkle Welt des Ausruhens. Dort ist Schutz und Geborgenheit und eine lange Zeit des Ausruhens für dich.



In dieser Zeit blickt man zurück auf das was getan wurde, welche Arbeit geleistet. Man denkt nach, was alles geschehen ist und was noch geschehen könnte. Nicht umsonst die Zeit der Waage. Die Geschäftswelt ist oft nicht im Rhythmus der Natur, im Gegenteil, wenn die Natur nach arbeit ruft und die Saat geerntet wird, kommt ein Sommerloch der Ferien. Trotzdem kannst du die Herbst Tag- und Nachtgleiche nutzen um dir zu überlegen welche Projekte du angefangen hast, welche beendet und welche noch zu beenden sind. Was hast du seit Yule erreicht? Denk daran, es gibt keine Fehler, nur Feedback. Du kannst auch dein ganzes Leben betrachten und sehen, was du bis jetzt alles erreicht hast, was geschehen musste, damit du bestimmte Lektionen lernst. Und was hast du getan, für die Welt als ganzes? Für manche Arbeiten braucht man jemand anderen zur Unterstützung. Wer hat dich unterstützt? Und je nachdem, willst du vielleicht mit diesen Personen zusammen den Dank an die Ernte feiern. Wo dich andere unterstützen, wird deine Arbeit leichter und es geht schneller und besser als alleine. Deine Arbeit gibt anderen Unterstützung und so entsteht das Gleichgewicht wieder, die Waage.
Balance ist eines der wichtigsten Dinge im Leben. Betrachte das Gleichgewicht der Natur. Wo ein Gleichgewicht nicht mehr stimmt, gibt es ein Übermaß an etwas und die Waagschale kippt. Sie kann bedenklich steil kippen oder nur sanft. Aber die Gegenbewegung wird früher oder später kommen.



Eine gute Reise, auch durch dunkle Täler, wünsch ich Euch,
verliert nie den Mut und nutzt Eure Kraft!
Eure Runenhex
von Tita Merula Corleone
Kommentar hinzufügen - Kommentare (0)ansehen

Über diesen Blog

Blog erstellen

Profil

  • Tita Merula Corleone
  • Amselflug - der Runenhex-Blog
  • Weiblich
  • 10.08.1968
  • Ich wandere auf Mutter Erde's Pfaden, denn es sind die Wege, die weich und mit Moos bewachsen sind - nicht wie die steinigen Wege der modernen Gesellschaft, die Dir in die Füße schneiden.

Kalender

June 2012
M T W T F S S
        1 2 3
4 5 6 7 8 9 10
11 12 13 14 15 16 17
18 19 20 21 22 23 24
25 26 27 28 29 30  
<< < > >>
Erstellen Sie einen Blog auf OverBlog - Kontakt - Nutzungsbedingungen - Werbung - Missbrauch melden - Impressum - Artikel mit den meisten Kommentaren